Boys don't cry?! Reflexionen zu Männlichkeit_en und Depression

Welche Bilder haben wir zu Männlichkeit_en und Depressionen im Kopf? Wie fest sind diese Vorstellungen verankert? Heißt männlich sein heute noch immer hart, stark, kontrolliert zu sein und stets eine Antwort auf alle Fragen parat zu haben? Was kann es bedeuten, wenn Menschen diesen Vorstellungen nicht entsprechen können_wollen? Wie passen Männlichkeit_en und Depressionen zusammen?

Status:

Abgesagt

Bildungsurlaub:

Ja

Zeitraum:

02. – 05.09.2024

Zeitplan:

  • Montag, 02.09.2024: Anreise ab 14:00 Uhr, gemeinsamer Strat um 15:00Uhr
  • Donnerstag, 05.09.2024: Abreise gegen 14:00 Uhr

Ort:

lila_bunt, Prälat-Franken-Straße 22, 53909 Zülpich

Zielgruppe:

all gender

Personenanzahl:

Maximal 14 Personen

Kooperation:

Dieses Seminar findet in Kooperation mit der Willi-Eichler Akademie statt

Seminarnummer:

S-2024-16

Verfügbarkeit Betten:

2 Einzelzimmer, 6 Betten im Doppelzimmer

Preis:

  • Ab 450 €
  • Einzelzimmer: 540 €
  • Doppelzimmer: 450 €

Das Seminar ist in NRW, Baden-Württemberg, Hessen, dem Saarland und in Berlin (in Berlin nur 2 Tage) als Bildungsurlaub anerkannt. Die Anerkennung als Bildungsurlaub in anderen Bundesländern ist möglich, muss aber etwa ca. 3 Monate vor Seminaranfang beantragt werden. Bitte sagt uns Bescheid, wenn dies gewünscht ist!

Der Bildungsurlaub kann auch als normales Seminar belegt werden.

Inhalte des Seminars

Welche Bilder haben wir zu Männlichkeit_en und Depressionen im Kopf? Wie fest sind diese Vorstellungen verankert? Heißt männlich sein heute noch immer hart, stark, kontrolliert zu sein und stets eine Antwort auf alle Fragen parat zu haben? Was kann es bedeuten, wenn Menschen diesen Vorstellungen nicht entsprechen können_wollen? Wie passen Männlichkeit_en und Depressionen zusammen?

Durch interaktive, prozess- und erfahrungsorientierte Methoden soll ein Raum gestaltet werden, in dem über diese sehr sensiblen Themen gesprochen werden kann. In Zweier- und Gruppenarbeiten, kleineren theoretischen Inputs, Selbstreflexionen und durch verschiedene Medien nähern wir uns der Verschränkung von Männlichkeit_en und Depression. Ziel ist es, die eigene Position, sowie die gesellschaftlichen Rollenerwartungen zu verstehen und zu reflektieren: inwieweit schränken geschlechtliche Sozialisation und Rollenmuster uns in unseren Fähigkeiten ein und beeinflussen unseren Umgang mit Depressionen? Welche Rolle spielen Gefühle und Bedürfnisse?

Gemeinsam wollen wir uns Handlungsoptionen erarbeiten, wie wir nicht in immer gleichen Mustern verharren müssen, sondern durch gezielte Unterbrechungen etwas verändern können. Wie können wir einen kollektiveren, feministischeren Ansatz in Bezug auf Männlichkeit_en und Depression wählen, der Betroffenen als auch Unterstützenden Wege außerhalb der Norm ermöglicht? Was passiert, wenn wir üben anders zu reagieren, als wir es durch die Gesellschaft gelernt haben?

Dieser Workshop richtet sich an alle Menschen, die sich damit beschäftigen wollen, wie Männlichkeit_en, Geschlechterrollen und Depressionen gesellschaftlich und individuell wirken. Wir möchten damit Personen erreichen, die ein persönliches_berufliches Interesse an der Auseinandersetzung in der Überschneidung von Männlichkeiten und Depression haben. (Cis- oder Trans*-) Mann sein, männlich sozialisiert worden zu sein oder als männlich gelesen zu werden sind dabei keine Voraussetzungen für die Teilnahme. Ebenso bedarf es keiner eigenen Depressionserfahrung. Alle Geschlechter sind willkommen, egal welche Betroffenheit in Bezug auf Depression und in Bezug auf Männlichkeitsanforderungen sie mitbringen.


Referent*in

Ricci Eggemann (Pronomen: sie), setzt sich seit langem mit der Frage auseinander, was es bedeutet, in unserer Gesellschaft geschlechtlich sozialisiert zu werden. Ihre Masterarbeit in Genderstudies hat Ricci über die Ko-Konstruktion von Männlichkeit_en und Depression geschrieben, um einen Beitrag zu leisten, Stereotype aufzubrechen und neue Narrative zu schaffen. Sie ist selbst von Depressionen betroffen und immer auf der Suche nach feministischen Umgängen für sich und ihr Umfeld.

Riccis Artikel "Depression, who cares? Oder wie ich anfing, meine Depression und Männlichkeiten zusammenzudenken" ist 2021 im Sammelband "Vom Scheitern, Zweifeln und Ändern" erschienen.

Ricci ist weiß, cis-geschlechtlich, queer und neurodivers.

In Kooperation mit

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