Es wird hot bei lila_bunt im Sommer! Und queer... as Fuck!
Status:
Verfügbar
Bildungsurlaub:
Nein
Zeitraum:
12.-16.08.2026
Zeitplan:
- Mittwoch, 12.08.2026: Anreise um 16:00 Uhr, gemeinsamer Start um 17:00 Uhr
- Sonntag, 16.08.2026: Abreise zwischen 14:00-16:00 Uhr
Ort:
lila_bunt, Prälat-Franken-Straße 22, 53909 Zülpich
Zielgruppe:
Personenanzahl:
Maximal 50 Personen
Seminarnummer:
2026-S-019
Preis:
- Ab 335 €
- nicht mehr verfügbar: Übernachtung im eigenen Zelt/Auto/Van: 335 €
- Übernachtung im Sammelschlafraum (max. 8 Personen): 375 €
- Dreibettzimmer: 435 €
- Doppelzimmer: 535 €
- nicht mehr verfügbar: Einzelzimmer: 655 €
Details zu den Preiszusammensetzungen findest du hier. Wir versuchen die Preise so gering wie möglich zu halten und arbeiten nicht gewinnorientiert, sondern decken mit den Preisen unsere Kosten.
Du hast mehr Geld zur Verfügung? Dann bitten wir dich über das Spendenformular eine Seminarplatzspende vorzunehmen, um anderen einen (Soli-)Platz zu ermöglichen und lila_bunt zu helfen auch in Zukunft Formate dieser Art anbieten zu können. Spende dazu an lila_bunt mit dem Verwendungsnachweis "Soliplatzspende“.
Du hast weniger Geld zur Verfügung und kannst dir die Teilnahme nicht leisten? Dann schreibe uns gerne bei der Anmeldung im Feld "Sonstiges". Wir vergeben gerne einen Soliplatz mit Reduktion des Teilnahmebeitrags. Infos zu den Solipreisen findest du hier.
english version below
Was ist Queer as Fuck?
Mit Queer as Fuck – dem ersten sexpositiven Sommercamp nur für Queers - schaffen wir diesen Sommer bei lila_bunt einen Raum in dem queeres Begehren, queere Menschen, queere Intimität, queere Körper im Mittelpunkt stehen. In dem es Platz für Lust, Spiel, Begegnung und Konsens gibt und der zugleich wertschätzend, achtsam und sicherer gestaltet und gehalten ist. Bei Workshops, Playpartys, in der Sauna oder im Garten erkunden wir unsere Körper und unser Begehren, unsere Wünsche und Grenzen und unsere Sehnsüchte und Phantasien. Wir feiern Queerness und unsere Sexualität, berühren Scham und Verletzlichkeit – fühlen uns wild, zart, sexy, kinky oder sanft. Gemeinsam spielen, lernen und probieren, lieben, begehren und kämpfen wir – gegen das Patriarchat und Diskriminierungen und für radikale Selbstbestimmung.
Denn auch sexpositive Räume und Bubbles sind noch immer geprägt von patriarchalen Strukturen, heteronormativen Annahmen und binären Geschlechterbildern. Oft werden wir als queere Personen irgendwie nur „mitgedacht“ oder „mitgemeint“ und müssen Norm- Inhalte auf unsere Lebensrealitäten übertragen. Manchmal werden wir explizit adressiert und diskriminierungssensibel einbezogen, aber finden uns trotzdem an Orten wieder, an denen cishetero-normatives Begehren und die damit einhergehenden Privilegien mehrheitlich den Raum prägen. Dem wollen und werden wir zusammen mit euch und Queer as Fuck etwas entgegensetzen!
Alle Menschen, die kommen, gestalten dieses Camp gemeinsam und tragen Verantwortung für sich, die anderen und den Ort. Miteinander wollen wir einen achtsamen, wertschätzenden Raum gestalten, der geprägt ist von Care und einer queer-feministischen radikalen Herzlichkeit: Das beinhaltet, dass wir nicht nur an den Workshops und Angeboten teilnehmen, sondern auch Schichten in der Küche oder beim Putzen übernehmen, täglich in festen Reflexionsgruppen zusammenkommen, jeden Morgen einen gemeinsamen Einstieg finden
und mit Feedback arbeiten.
Dabei sind alle Menschen, die queer sind, sich als queer identifizieren, fühlen oder begehren willkommen - egal ob mit und ohne Erfahrung in sexpositiven Räumen.
All bodies welcome.
Sprache:
das Camp wird größtenteils in deutscher Lautsprache stattfinden. Einige Workshops werden ggf. auf englisch angeboten. Flüsterübersetzungen deutsch-englisch und Übersetzung in DGS kann nach Bedarf organisiert werden.
Ablauf:
Tag 1: Ankommen, Kennenlernen, gemeinsam den Raum gestalten, Absprachen klären, in der Reflexionsgruppe zusammenkommen
Tag 2: gemeinsamer Einstieg am Morgen, verschiedene Workshops mit Schwerpunkt auf Konsens und Privilegien, offenes Abendprogramm.
Tag 3 + 4: gemeinsamer Einstieg am Morgen, verschiedene Workshops zu allen möglichen sexpositiven Themen, offenes Abendprogramm.
Tag 5: gemeinsamer Abschluss, Verabschiedung.
Jeder Workshop wird durch eine einfache spicy „Chili“-Skala beschrieben, so könnt ihr erkennen, was euch erwartet, wie intensiv, intim und explizit sexuell es wird und welche (körperlichen) Ausdrucksformen möglich sind.
Konsens, Awareness und Braver Space:
Konsens und ein achtsamer Umgang mit Privilegien sind für uns eine Grundvoraussetzung, die wir von allen Menschen vor Ort erwarten. Das Awareness- Konzept von lila_bunt findest du hier. Es wird für den gesamten Zeitraum zusätzlich eine feste Awareness-Struktur geben und Menschen, die im Awareness-Raum ansprechbar sind.
Gleichfalls verstehen wir das Camp als einen Braver Space. Das bedeutet, dass alle Menschen, die sich anmelden sich darüber bewusst sind, dass es einen kompletten Safer Space nicht geben kann und dass sie mutig in einen Raum kommen und diesen gemeinsam tragen. Mehr Infos zum Braver Space findest du hier.
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ENGLISH:
What is Queer as Fuck?
With Queer as Fuck—the first sex-positive summer camp exclusively for queer people—we at lila_bunt are creating a space this summer where queer desire, queer people, queer intimacy, and queer bodies take center stage. In workshops, play parties, in the sauna, or in the garden, we explore our bodies, desires, wishes, boundaries, longings and fantasies. We celebrate queerness and our sexuality, touch on shame and vulnerability—feeling wild, tender, sexy, kinky, or gentle. Together we play, learn, explore, love, desire, and we (play)fight—against patriarchy and discrimination and for radical self-determination.
Sex-positive spaces and bubbles are still shaped by patriarchal structures, heteronormative assumptions, and binary gender images today. As queer people, we are often only "considered" or "included" in a vague way. Often we have to apply normative content to our realities. Sometimes we are explicitly addressed and included in a discrimination-sensitive manner but still find ourselves in places where cisheteronormative desire and the privileges that go along with it largely shape the space. Together with you and as Queer as Fuck, we want to and will do something about this!
All participants contribute to shaping this camp and take responsibility for themselves, others, and the shared space. Together, we want to create a mindful, appreciative atmosphere characterized by care and a queer-feminist radical warmth: This means that we not only participate in the workshops and activities, but also take on shifts in the kitchen or cleaning, meet daily in fixed reflection groups, come together in the morning every morning, and work with feedback....
All people who are queer, identify as queer, feel queer, or experience queer desires are welcome—regardless of their prior experience in sex-positive spaces.
All bodies welcome.
Language:
The camp will mainly be conducted in spoken German. Some workshops may be offered in English. Whispered translations and translations into German Sign Language (DGS) can be arranged as needed.
Schedule:
Day 1: Arrival, getting to know each other, designing the space together, clarifying agreements, meeting in the reflection group
Day 2: Joint start in the morning, various workshops focusing on consent and privileges, open evening program.
Day 3+4: Joint start in the morning, various workshops on all kinds of sex-positive topics, open evening program.
Day 5: Joint conclusion, farewell.
Each workshop is described using a simple spicy "chili" scale, so you can see what to expect, how intense, intimate, and sexually explicit it will be, and what forms of (physical) expression are possible.
Consent, awareness and braver space:
Consent and mindful handling of privileges are fundamental requirements that we expect from everyone on site. You can find lila_bunt's awareness concept here. There will also be a fixed awareness structure in place for the entire duration of the camp, with people available to talk to in the awareness area.
We also see the camp as a braver space. This means that everyone who signs up is aware that there can be no such thing as a completely safe space and that they are courageously entering a space and supporting it together. You can find more information about Braver Space here.
Orga-Kreis und Referent*innen:
Organisiert wird das Camp von einem ehrenamtlichen Orga-Kreis aus 5 Personen, die z.T. zum lila_bunt Team gehören, bereits Referent*innen bei lila_bunt waren oder ihre Expertise aus sexpositiven Räumen und Events teilen. Gemeinsam hat der Orga-Kreis eine Struktur und Inhalt überlegt, Referent*innen und Kooperations-Partner*innen eingeladen und die Freude an queerer Sexpositivität fließen lassen.
Insgesamt wird es ca. 18 verschiedene Workshops von ca. 10 unterschiedlichen Referent*innen geben, unter denen ihr vor Ort selbst wählen könnt. Zu jedem Workshop wird es eine kurze Vorstellung der Referent*innen und eine Inhaltsbeschreibung geben. Die Referent*innen und Workshopinhalte werden im Laufe der Zeit veröffentlicht.
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ENGLISH:
Core group and facilitators:
The camp is organized by a volunteer core group of five people, some of whom belong to the lila_bunt team, have previously been facilitators at lila_bunt, or share their expertise from sex-positive spaces and events. Together, the core group has developed a structure and content, invited facilitators and cooperation partners, and let the joy of queer sex positivity flow.
There will be approximately 18 different workshops led by around 10 different facilitators, which you can choose from on site. Each workshop will be accompanied by a short introduction to the facilitator and a description of the content. The facilitator and workshop content will be published over time.