Zwischen den Zeilen: Queere Archive, feministische Erinnerungen, kollektive Utopien

Welche Geschichten über Freund*innenschaft, Begehren und queere Beziehungsverhältnisse sind in Orten, Archiven und Erinnerungen eingeschrieben? 

Zwischen den Zeilen: Queere Archive, feministische Erinnerungen, kollektive Utopien

Status:

Verfügbar

Bildungsurlaub:

Nein

Zeitraum:

04.-06.12.2026

Zeitplan:

  • Freitag, 04.12.2026: Anreise um 16:00 Uhr, gemeinsamer Start um 17:00 Uhr
  • Sonntag, 06.12.2026: Abreise um 14:00 Uhr

Ort:

lila_bunt, Prälat-Franken-Straße 22, 53909 Zülpich

Zielgruppe:

FLINTA*

Personenanzahl:

Maximal 15 Personen

Seminarnummer:

2026-S-032

Verfügbarkeit Betten:

15 Plätze im Einzel-, Doppel- oder 3er Zimmer

Preis:

  • Ab 320 €
  • Einzelzimmer: 400 €
  • Doppelzimmer: 350 €
  • Dreibettzimmer: 320€

Details zu den Preiszusammensetzungen findest du hier. Wir versuchen die Preise so gering wie möglich zu halten und arbeiten nicht gewinnorientiert, sondern decken mit den Preisen unsere Kosten.
 

Du hast mehr Geld zur Verfügung? Dann bitten wir dich über das Spendenformular eine Seminarplatzspende vorzunehmen, um anderen einen (Soli-)Platz zu ermöglichen und lila_bunt zu helfen auch in Zukunft Formate dieser Art anbieten zu können. Spende dazu an lila_bunt mit dem Verwendungsnachweis "Soliplatzspende“.

Du hast weniger Geld zur Verfügung und kannst dir die Teilnahme nicht leisten? Dann schreibe uns gerne bei der Anmeldung im Feld "Sonstiges". Wir vergeben gerne einen Soliplatz mit Reduktion des Teilnahmebeitrags. Infos zu den Solipreisen findest du hier.

Inhalte des Seminars 

Welche Geschichten über Freund*innenschaft, Begehren und queere Beziehungsverhältnisse sind in Orten, Archiven und Erinnerungen eingeschrieben? Wie wurden Beziehungen als politische Praxis gelebt – besonders auf dem Land?

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit den Archiven, Geschichten und Beziehungspraxen rund um das ehemalige Frauenbildungshaus und lila_bunt. Gemeinsam fragen wir danach, welche feministischen und queeren Utopien hier entstanden sind und wie Menschen an diesem Ort zusammengelebt, gearbeitet, gestritten, geliebt und Politik gemacht haben.

Wir werden gemeinsam auf den Dachboden steigen und das alte Archiv sichten: Gäst*innenbücher, Fotos, Flyer oder alte Broschüren. Wir schauen Filme zur Bewegungsgeschichte des Ortes, erkunden das Gelände und sprechen mit Zeitzeug*innen über das Leben, die politischen Kämpfe und die Gemeinschaften, die diesen Ort geprägt haben.

Ein Schwerpunkt des Seminars liegt auf Beziehungen als politischer Praxis: Wie entstehen solidarische Verhältnisse? Welche Formen von Fürsorge, Gemeinschaft und Widerstand wurden hier ausprobiert? Welche Konflikte und Widersprüche gehörten dazu? Und was können wir daraus für heutige queere und feministische Bewegungen lernen?

An einem Abend laden wir zu einem offenen Gespräch über lesbische und queere Bewegungen auf dem Land ein. Gemeinsam wollen wir darüber sprechen, welche Bedeutung ländliche Räume für queere Geschichte und Gegenwart haben, welche Erfahrungen Menschen dort gemacht haben und welche neuen Perspektiven für solidarisches Zusammenleben entstehen können.

Das Seminar verbindet Erinnerungsarbeit, politische Bildung und kollektive Reflexion mit praktischer Archivarbeit und Austausch. Wir arbeiten mit Gesprächen, Materialien, gemeinsamen Erkundungen und gegenseitigem Zuhören.

Eingeladen sind FLINTA*-Personen – Elternpersonen und erwachsene Kinder, Freund*innenLoversGenoss*innen sowie Einzelpersonen –, die sich mit feministischer und queerer Geschichte auseinandersetzen möchten, den Ort bereits kennen oder ihn neu kennenlernen wollen.

 

Referent*innen

Sinah Klockemann (sie/ihr): Diplom-Pädagogin, Teil des lila_bunt-Kollektivs (Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit), Lohnarbeit und Leitungstätigkeit im Bereich feministische Arbeit mit Mädchen und FLINTA*, Referentin, großer Fan von Bewegungs-Geschichte(n), Recherche & Archiv, Generationenaustausch, der Verbindung von unterschiedlichen Feminismen, Ambiguitätstoleranz, also der Arbeit an und mit Widersprüchen.

Linda Kagerbauer (sie/ihr): Referentin und ebenfalls Teil des lila_bunten Kollektives. Schwerpunkt und Leidenschaft: Queer_feministische Utopien, intersektionale Feminismen, Generationenverhältnisse-/dialoge, Transformationsprozesse und feministische Mädchen*arbeit. Liebt ebenfalls die Arbeit an und in Widersprüchen, Bündnissen und solidarischen Praxen.

 

 

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