Widerständig in Verbindung - Somatische & traumasensible Tools für nachhaltigen Aktivismus

Wir wollen gemeinsam kollektive Strategien für mehr Widerstandsfähigkeit, Zärtlichkeit, Kraft und nachhaltigen Aktivismus entwickeln. 

Widerständig in Verbindung - Somatische & traumasensible Tools für nachhaltigen Aktivismus

Status:

Verfügbar

Bildungsurlaub:

Nein

Zeitraum:

11. – 13.09.2026

Zeitplan:

  • Freitag, 11.09.2026: Anreise um 16:00 Uhr, gemeinsamer Start um 17:00 Uhr
  • Sonntag, 13.09.2026: Abreise um 14:00 Uhr

Ort:

lila_bunt, Prälat-Franken-Straße 22, 53909 Zülpich

Zielgruppe:

FLINTA* , queere cis Männer

Personenanzahl:

Maximal 17 Personen

Seminarnummer:

2026-S-023

Verfügbarkeit Betten:

es sind keine Plätze mehr im Einzelzimmer verfpgbar. Es gibt noch Plätze im Doppel- und 3-Bett-Zimmer

Preis:

  • Ab 240 €
  • Unterstützender Preis: 350-450€
  • Durchschnittlicher Preis: 290-350€
  • Solipreis: 240-290€

Wichtig: die Preise sind nicht mit ausreichend Honorar für die Referent*innen berechnet. Wenn du mehr Geld zur Verfügung hast, können die Honorare steigen. 

Unterstützender Preis:

Zahle den Unterstützenden Preis, wenn du deine materiellen Grundbedürfnisse bequem erfüllen kannst und z.B. am Ende des Monats Geld zurücklegen kannst, freiwillig Teilzeit arbeiten kannst, mind. 1x im Jahr in Urlaub reisen kannst, ohne dir Gedanken zu machen, ein Erbe bereits erhalten hast oder erwartest. Oder auch wenn dir jemand das Seminar schenkt oder du es z.B. von deiner*m Arbeitgeber*in bezahlt bekommst.

Durchschnittlicher Preis:

Zahle den kostendeckenden Preis, wenn du deine materiellen Grundbedürfnisse gut erfüllen kannst, da du z.B. Einkommen, Besitz oder Erbe hast, über das du frei verfügen kannst, du dir Hobbies leisten kannst, keine Schulden hast oder z.B. privilegiert in Bezug auf einen (Hochschul-)Abschluss bist.

Soli Preis: 
Zahle den Solipreis, wenn du z.B. kein festes oder regelmäßiges Einkommen hast, wenn du Schulden hast, wenn du finanzielle Unterstützung erhältst, wenn verreisen für dich keine Selbstverständlichkeit ist, wenn am Ende des Monats weniger Geld da ist, wenn du strukturell marginalisiert wirst in der Gesellschaft. 

Inhalte des Seminars:

In politischem Aktivismus erleben wir Konflikte, Diskriminierung und Gewalt. Diese Erfahrungen machen wir im politischen Außen aber auch innerhalb unserer Zusammenhänge.
Wie können wir als Kollektiv, Community oder Szene damit umgehen? Ohne, dass Menschen dabei ausbrennen oder rausfallen?
Wie können wir unsere Grenzen schon frühzeitiger bewusst wahrnehmen, kommunizieren und wahren?
Wie können wir gleichzeitig durchlässig und widerstandsfähig sein?
Wie können wir uns traumasensibel und (selbst)fürsorglich unterstützen?

Uns ist wichtig, Wege zu finden, die nicht in einem individuellen Abgrenzen und schließlich einer Selbstisolation enden. Wir wollen gemeinsam kollektive Strategien für mehr Widerstandsfähigkeit, Zärtlichkeit, Kraft und nachhaltigen Aktivismus entwickeln. Wir erforschen diesen Raum zwischen Sanftheit, Stärke und Sicherheit in Verbindung.
Dafür verbinden wir Impulse und Methoden aus der Community Accountability, Trauma-Arbeit, Wendo, somatischer Arbeit und (wer Lust hat) Contact Improvisation. Wir wollen voneinander lernen. Wir bringen mit, was uns selbst in den letzten Jahren geholfen und verändert hat. Durch Austausch, Bewegung, Körperwahrnehmung und andere Übungen schaffen wir einen Rahmen für gemeinsames Forschen über Verletzlichkeit, Resilienz und die Frage, wie wir unsere politischen Kämpfe so führen, dass sie nachhaltig und utopisch für uns selbst und unsere jeweiligen Kontexte sind. 


 

 

Referent*innen: 

Ele (dey/deren): 28, weiß und christlich sozialisiert, trans nicht-binär, nicht-behindert mit chronischen Schmerzen, bildungsprivilegiert, gewaltbetroffen. Ich mach eine Ausbildung zum WenDo Trainer und bin seit vielen Jahren queerfeministisch & antifaschistisch aktiv, seit 2 Jahren auch im NoBorder Kontext. Man sieht mich selten ohne Fidget Toys und Snacks.

Nuan (keine Pronomen): ich bin weiß, queer, able bodied, bildungsprivilegiert positioniert, gewaltbetroffen & 30 Jahre alt. Ich hab eine Ausbildung in Traumafachberatung, bin in der Klimagerechtigkeitsbewegung politisiert und in queerfeministischen Zusammenhängen über Awareness in die Supportarbeit gekommen. Seit 8 Jahren hab ich eine On-Off-Beziehung mit Contact Improvisation.

Sari (sie/ihr): ich bin weiß und christlich sozialisiert, able bodied, bi, 32 Jahre und bildungsprivilegiert als Sozialarbeiterin und Sexualpädagogin. Ich bin Teil von queerfeministischen Kämpfen, vor allem gegen sexualisierte Gewalt - auch ganz praktisch in der Unterstützung von betroffenen Personen und Umfeldern. Tanzen lässt mich leicht sein.

Wir arbeiten seit 2020 in unserem Kollektiv fem*ergenz zu Themen rund um kollektive Umgänge mit sexualisierter und zwischenmenschlicher Gewalt zusammen. Seither ist unser Lernprozess bereichert durch Transformative Justice und Community Accountability, der Auseinandersetzung mit Trauma auf kollektiven Ebenen und feministischen Analysen von struktureller Gewalt. Wir leben alle in Würzburg. 

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