Workshop Verwobenheiten 11.-13.12.2026
- Satus: Es gibt freie Plätze
- Zeitraum: 11.-13.12.2026
- Anreise: Freitag 11.12.2026 um 16 Uhr
- Abreise: Sonntag 13.12 um 15 Uhr
- Ort: lila_bunt, Prälat-Franken-Straße 22, 53909 Zülpich
- Zielgruppe: all-gender
- 20 bis 25 Teilnehmende
- Eigentbeteiligung: 0 bis 100 €
Wie viel sollte ich zahlen?
Solipreis: 0-30 €
Kostendeckende Preise: 30-80 €
Unterstüzunde Preise: ab 100 €
Unterstützender Preis:
Zahle den Unterstützenden Preis, wenn du deine materiellen Grundbedürfnisse bequem erfüllen kannst und z.B. am Ende des Monats Geld zurücklegen kannst, freiwillig Teilzeit arbeiten kannst, mind. 1x im Jahr in Urlaub reisen kannst, ohne dir Gedanken zu machen, ein Erbe bereits erhalten hast oder erwartest. Oder auch wenn dir jemand das Seminar schenkt oder du es z.B. von deiner*m Arbeitgeber*in bezahlt bekommst.
Kostendeckender Preis:
Zahle den kostendeckenden Preis, wenn du deine materiellen Grundbedürfnisse gut erfüllen kannst, da du z.B. Einkommen, Besitz oder Erbe hast, über das du frei verfügen kannst, du dir Hobbies leisten kannst, keine Schulden hast oder z.B. privilegiert in Bezug auf einen (Hochschul-)Abschluss bist.
Soli Preis:
Zahle den Solipreis, wenn du z.B. kein festes oder regelmäßiges Einkommen hast, wenn du Schulden hast, wenn du finanzielle Unterstützung erhältst, wenn verreisen für dich keine Selbstverständlichkeit ist, wenn am Ende des Monats weniger Geld da ist, wenn du strukturell marginalisiert wirst in der Gesellschaft.
Inhalte des Seminars
Eingeladen sind Menschen mit eigenen, familiären und/oder historischen Betroffenheiten und Erfahrungen von Genoziden, Rassismus und/oder diasporischer Existenz.
Ein Fokus wird auf der Solidarität mit Palästinenser*innen liegen, ohne die vielen weiteren aktuellen und historischen Genozide aus dem Blick zu verlieren. Eine Grundhaltung der Palästina Solidarität ist Voraussetzung für die Teilnahme am Workshop.
Die Fragestellung des Wochenendes ist, wie sich Erfahrungen von Genozid, Rassismus und diasporischer Existenz in die Körper, Identitäten und Lebensrealitäten von uns einschreiben, wie unsere Verwobenheiten damit aussehen, und wie wir lebensbejahend mit ihnen umgehen können. Wir werden dabei voneinander lernen und ebenso von den Erfahrungen unserer Vorfahr*innen. Wir werden uns Zeit für Trauer nehmen und die Kunst der Zeug*innenschaft üben.
Wir werden kritisch hinterfragen, ob wir vielleicht unsere eigene „single story“ produzieren, um beispielsweise den Komplexitäten unserer Existenz in einer privilegierten Lebenswelt auszuweichen. Wir werden auch erkunden, wie wir mit unseren Geschichten authentisch sein können inmitten einer Gesellschaft, die mehrheitlich nur die Täter*innenperspektive kennt (und verdrängt) sowie alle anderen Erfahrungen unterdrückt.
Trainierende Person:
Tsepo Bollwinkel Keele denkt, forscht, schreibt und lehrt zu rassifizierten Identitäten, Weißsein, intersektionalen Verknüpfungen und SOGI Themen aus einer postkolonialen und queeren Perspektive. Tsepos Arbeitsschwerpunkte haben sich von Aktivismus über dekonstruierende Bildungsarbeit zu dem Visionieren von Zukünften und Heilungswegen gewandelt.
Rahmenbedingungen:
Der Workshop wird teilweise gefördert. Die gewünschte Eigenbeteiligung liegt bei 30-100€. Fahrtkosten müssen selber übernommen werden. Bitte meldet euch nur an, wenn ihr wirklich teilnehmen könnt. Bitte gebt euren Platz frei, wenn aus Gründen die Teilnahme doch nicht stattfinden kann. Es können zwischen 20 bis maximal 25 Personen teilnehmen.
Der Workshop findet auf deutsch statt, andere Sprachen sind zur Erarbeitung willkommen, aber deutsch ist die Sprache in der wir kommunizieren wollen. Bei Bedarf können einzelne Segmente auf englisch stattfinden, aber es kann aufgrund limitierter Ressourcen keine simultan-Übersetzung auf englisch angeboten werden. Vielen Dank für euer Verständnis:)
Die Workshop-Räume sind ebenerdig. Die Schlafräume auf verschiedenen Stopckwerken mit maximal drei Betten pro Raum. Es gibt wenige Einzelbetten, welche auf Nachfrage gerne zur Verfügung gestellt werden.
Bei weiteren (organisatorischen) Fragen (Anmeldung, Barrieren etc.) steht das Team lila_bunt (buchungen@lilabunt.de), bei allgemeinen Fragen (Hintergrund) die Veranstalter:innen von Freiburg Solidarisch/careräume (careraumfr@riseup.net) zur Verfügung, bei dringenden inhaltlichen Fragen, könnt ihr Euch an Tsepo Bollwinkel wenden. Diese würden wir dann an Tsepo weiterleiten.