Kopfüber in die Vergangenheit - Eintauchen in feministische und lesbische Geschichte, Aushandlungen und Widersprüche

Gemeinsam stöbern wir in den Archiven von lila_bunt, entdecken das Gelände und stellen kritische Fragen an die Aushandlungen und Auseinandersetzungen vor Ort, damals und heute. Über Einträge in den Gäst*innen-Büchern, Gedichten, Streitgesprächen, Zeichnungen und Bestelllisten, Zeitzeug*innenberichten, Video-Aufnahmen und der Bibliothek bekommen wir einen Eindruck von den damaligen Besucher*innen, den politischen Diskussionen und der kollektiven Selbstverwaltung des Hauses.

Status:

Verfügbar

Bildungsurlaub:

Nein

Zeitraum:

22. – 24.11.2024

Zeitplan:

  • Freitag, 22.11.2024: Anreise ab 16:00 Uhr, gemeinsamer Start um 17:00 Uhr
  • Sonntag, 24.11.2024: Abreise um 14:00 Uhr

Ort:

lila_bunt, Prälat-Franken-Straße 22, 53909 Zülpich

Zielgruppe:

FLINTA*

Personenanzahl:

Maximal 12 Personen

Seminarnummer:

S-2024-27

Verfügbarkeit Betten:

2 Einzelzimmer, 4 Betten im Doppelzimmer

Preis:

  • Ab 200 €
  • Einzelzimmer: 260 €
  • Doppelzimmer: 200 €
  • Dreierzimmer: 200€

Dieser Betrag beschreibt das Minimum, um das Seminar stattfinden zu lassen. Solltest du mehr Geld zur Verfügung haben, bitten wir dich über das Spendenformular eine Seminarplatzspende vorzunehmen, um anderen einen (Soli-)Platz zu ermöglichen und lila_bunt zu helfen auch in Zukunft Formate dieser Art anbieten zu können. Spende dazu an lila_bunt.

Solltest du einen Soliplatz mit Reduktion des Teilnahmebeitrags benötigen, um an dem Seminar teilnehmen zu können, schreibe das bitte in deiner Anmelde-Email an uns.

Inhalte des Seminars

Gemeinsam stöbern wir in den Archiven von lila_bunt, entdecken das Gelände und stellen kritische Fragen an die Aushandlungen und Auseinandersetzungen vor Ort, damals und heute. Über Einträge in den Gäst*innen-Büchern, Gedichten, Streitgesprächen, Zeichnungen, Bestelllisten und Zeitzeug*innenberichten, Video-Aufnahmen und der Bibliothek bekommen wir einen Eindruck von den damaligen Besucher*innen, den politischen Diskussionen und der kollektiven Selbstverwaltung des Hauses.

Wir wollen wertschätzend auf die lesbische und feministische Bewegungsgeschichte in den 80er und 90er Jahren, am Beispiel des Hauses schauen und Widersprüche, Gemeinsamkeiten und Konfliktfelder herausarbeiten und aufzeigen: Ein Ringen um Räume, Sichtbarkeiten und die Frage „Wem gehört eigentlich dieser Ort?“ gab es schon immer. Was können wir aus dieser Geschichte sonst noch auf heute übertragen, was wollen wir anders machen und warum gab es früher eigentlich zeitweise keine Türen an den Toiletten und ständig war jemand nackt? Wie politisch ist eigentlich Care-Arbeit und wie wird diese sichtbar gemacht? Was passiert, wenn politische Projekte sich professionalisieren und institutionalisieren? Wie funktioniert arbeiten im Kollektiv, damals und heute? Wie viele glückliche und unglückliche Liebesgeschichten und Affären verbergen sich hinter dem grünen Tor? Was ist das eigentlich für ein Ding mit den Sternzeichen, damals und heute? Welche Ausschlüsse sind passiert und wie lassen sich Orte neu besetzen und transformieren? Wann und wo fand und findet (ehrenamtliche) Beteiligung statt und welche Voraussetzungen, Herausforderungen und Notwendigkeiten gab und gibt es dafür in Zülpich?

Diese und andere Fragen wollen wir mit euch an diesem Wochenende lustvoll, kritisch, humorvoll, intellektuell und kreativ bearbeiten, in Einzel-, Zweier und Gruppen-Settings.

Wir freuen uns über Teilnehmende aller Generationen (FLINTA*) und einen wertschätzenden und respektvollen Austausch, denn: ein Ort wird nicht kleiner, nur weil wir ihn teilen.

Referent*innen

Sinah Klockemann (sie/ihr): 39 Jahre alt, Diplom-Pädagogin, Teil des lila_bunt-Kollektivs (Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit), Lohnarbeit und Leitungstätigkeit im Bereich feministische Arbeit mit Mädchen und FLINTA*, Referentin, großer Fan von Bewegungs-Geschichte(n), Recherche & Archiv, Generationenaustausch, der Verbindung von unterschiedlichen Feminismen und Ambiguitätstoleranz, also der Arbeit an und mit Widersprüchen.

Linda Kagerbauer (sie/ihr): 41 Jahre, Referentin und ebenfalls Teil des lila_bunten Kollektives. Schwerpunkt und Leidenschaft: Queer_feministische Utopien, intersektionale Feminismen, Generationenverhältnisse-/dialoge, Transformationsprozesse und feministische Mädchen*arbeit. Liebt ebenfalls die Arbeit an und in Widersprüchen, Bündnissen und solidarischen Praxen.

Joscha Eckler (they/them), 36 Jahre, lebt in Potsdam. Joscha hat Geschichte studiert und dabei in Archiven und Gedenkstätten gearbeitet. Besonders mochte they die Recherche und die Unterstützung von kritischen Lernprozessen am historischen Ort. Seit 2010 ist Joscha selbständig und begleitet Gruppenprozesse, Veranstaltungen und Bildungsformate.

Dieses Seminar ist Teil des Projektes »Koordinierung von Ehrenamtlichen sowie die Entwicklung von gleichstellungspolitischen Beteiligungs-/Ansprachekonzepten an einem feministischen und queeren Community-Ort«. Gefördert durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

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